Aufgabe 1 Zentralperspektive mit 1 Fluchtpunkt

In der Kunst benutzte man früher oft Glastafeln, auf die das Bild direkt gemalt wurde. Alte Zeichnungen von Dürer zeigen dies.

 

 

Dürer: Zeichner des liegenden Weibes

Liegt z. B. ein Quader so, dass eine Fläche parallel zur Bildebene (= Glastafel) verläuft, so verlaufen die Bilder der zugehörigen Kanten im Bild parallel. Für die Kanten, die im Körper in die Tiefe des Raumes führen, gilt dies nicht. Setzt man diese Kanten durch Geraden fort. so schneiden diese sich scheinbar in einem Punkt, der Fluchtpunkt heißt. Je nachdem, wie der Betrachter zur Glastafel steht, ändert sich die Lage des Fluchtpunktes. Diese Perspektive heißt Zentralperspektive mit einem Fluchtpunkt.

Wir wollen jetzt die Gesetzmäßigkeiten dieser Perspektive studieren und beginnen mit einer Konstruktion wie in Figur 1.1:

 




Figur 1.1

 

a) Zeichne einen Punkt F (den Fluchtpunkt) und eine Strecke . Konstruiere die Lotgerade zu durch B und lege darauf einen Punkt D. Die drei Punkte A, B, D legen die Frontseite des Quaders fest. Konstruiere die Strecke und verstecke die Lotgerade. Konstruiere dann die Geraden AF, BF, DF, lege auf BF noch einen Punkt C und konstruiere (siehe Figur 1.1).

b) Konstruiere nun durch entsprechende Geraden das Bild des Quaders, der von A, B, C und D aufgespannt wird (siehe Figur 1.2). Überprüfe die Korrektheit der Konstruktion durch Ziehen an den Punkten A, B, C, D und F. Was entspricht in der Realität dem Ziehen an diesen Punkten?

 

 

Figur 1.2

 

c) Auf den Quader soll ein Walmdach gesetzt werden (Figur 1.3). Die Höhe des Daches soll die halbe Quaderhöhe sein und der First soll halb so lang sein wie . Bewege wieder die Figur an den erzeugenden Punkten A, B, C, D, F und beobachte die Auswirkungen.

 

Figur 1.3

 

nächste Seite