„Mit der
Forderung einer Erziehung zur Gewohnheit des funktionalen Denkens ist in die
klassische Ruhe
des geometrischen Unterrichts Bewegung gekommen; die Form als
starres Gebilde ist verschwunden.
Linien, Flächen und Körper entstehen, wachsen und schwinden; sie bestehen aus
beweglichen Elementen.
Mit der wachsenden oder schwindenden Größe des einen wächst oder mindert sich
die Größe des anderen.
Die Seite ändert den Winkel, der Winkel die Seite, die Höhe den Inhalt,
der Radius den Kreis, die Kante den Körper.
Aus scheinbar zusammenhanglosen
Gebilden wird eine fließende Reihe von Formen;
einzelne Formen gebieten als
Sonder- oder Grenzfälle einen kurzen Halt.“
Ernst Engel (1922)